Der IPO Plan

Industrie Park Oberelbe und Eisenbahnneubaustrecke Dresden Prag

Industrie Park Oberelbe und Eisenbahnneubaustrecke Dresden Prag waren wichtige Themen einer Mitgliederversammlung des Örtlichen Verbandes Heidenau-Dohna-Müglitztal am 13. Juli 2020 in Heidenau.

Als Gast begrüßten wir den Bürgermeister von Heidenau und Zweckverbandsvorsitzenden für den Industriepark Oberelbe Herrn Opitz.

Es gibt viel Gegenwind – vor allem von unmittelbar betroffenen Anwohner*innen, wie man an unzähligen Protestplakaten in Heidenau-Großsedlitz und Dohna sehen kann. Pauschal wird das Vorhaben als schädlich für Mensch und Natur bezeichnet.

Unbestritten ist ein solches Vorhaben ein Eingriff – zu klären ist aber, ob und wie schädlichen bzw. beeinträchtigenden Auswirkungen vorgebeugt oder diese verhindert werden können.

Bürgermeister Opitz erläuterte, mit welchen Fachplanungen die einzelnen Probleme aufgenommen und systematisch bearbeitet werden.

Unstrittig ist, dass unsere Region Wertschöpfung braucht, welche die Gastronomie und der Tourismus nur in geringem Maße erbringen können. Es braucht Industrie-Arbeitsplätze mit angemessener Bezahlung, welche auch junge Menschen anzieht und unsere Dörfer und Städte mit Leben erfüllen.

Die gute Verkehrsanbindung des Industrie Parkes Oberelbe bietet dafür gute Voraussetzungen.

Erste wichtige Voraussetzung für einen Erfolg des Vorhabens ist die Herstellung von Baurecht zwischen Feistenberg und Großsedlitz, damit ab 2025 begonnen werden kann, Verkäufe von Bauland zu tätigen.

Klar wurde allen, es ist noch ein weiter Weg aber eine gute Chance für unsere Region.

Es gab und wird weitere Informationsveranstaltungen geben. Im Rahmen der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung wird der Vorentwurf des Bebauungsplanes Nr. 1 IndustriePark Oberelbe öffentlich ausgelegt.

Die Auslegung erfolgt vom 29.06. bis 14.08.2020 in den Rathäusern der Verbandskommunen und in der Geschäftsstelle des Zweckverbandes IPO. Alle B‑Plan-Unterlagen sind ab sofort auch online verfügbar.(www.zv-ipo.de).

Vom geplanten Eisenbahntunnel zwischen Sachsen und der Tschechischen Republik – genauer zwischen Heidenau und Ústí nad Labem – konnten sich die Anwesenden Mitglieder und Gäste anhand einer großen Kartendarstellung ein Bild machen. Auch bei diesem Vorhaben, welches noch wesentlich größere Zeiträume umfasst, gibt es viel „Für und Wider“.

Die Elbtaltrasse stößt schon längere Zeit an ihre Grenzen. Zudem ist das Elbtal als besonders sensibles und zudem begehrtes Landschaftsgebiet vom zu erwartenden weiter steigenden Gütertransport negativ beeinflusst.

Die Heidenauer*innen wünschen sich besonders die Berücksichtigung Interessen der Anwohner der Bahntrasse durch angemessene Schallschutzmaßnahmen. Dass ein Überholbahnhof aus Gründen der Verkehrssicherheit notwendig ist, wurde erläutert. Hier geht es um Verhinderung des Einfahrens von Waggons mit heiß gelaufenen Rädern in den Tunnel wie auch um Züge mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten.

Abgelehnt wird aber, dass dies im dicht besiedelten Heidenau passieren soll. Die Teilnehmer unterstützten den Bürgermeister mit der Forderung nach einer anderen besser verträglichen Lösung.

Es war eine interessante Mitgliederversammlung mit vielen wichtigen Informationen und natürlich auch unterschiedlichen Sichtweisen.