02. Februar 2015 Christine Anger

Sorge um gleiche Rechte und soziale Gerechtigkeit

Foto: Ralf Becker

In seiner Klausurtagung am 16./17. Januar diesen Jahres  setzten sich die Mitglieder des Landesrates auch mit den seit Wochen stattfindenden Pegida-Demonstrationen auseinander. Erfüllen diese uns doch mit Sorge, weil uns Demokratie, gleiche Rechte und soziale Gerechtigkeit am Herzen liegen. Aufgrund der zahlreichen Konflikte und Krisen in der Welt steigt die Zahl von Flüchtlingen, die in Deutschland Schutz suchen, so auch in Sachsen. Da nun auch in Dresden Asylbewerber aus vielen Ländern dieser Welt aufgenommen wurden und weiterhin auch werden, treffen sie häufig auf Unverständnis und Ablehnung – das heisst: Fremdenfeindlichkeit.

Die Flüchtlinge sind besorgt darüber, weil diese Fremdenfeindlichkeit wächst.

Nach dem Mord an Khaled aus Eritrea veranstalteten und unterstützten der Sächsische Flüchtlingsrat, die Opferberatung RAA, das Netzwerk Asyl-Migration-Flucht und der Zentralrat der afrikanischen Gemeinde in Deutschland eine Gedenk-Demonstration. Besonders viele afrikanische Flüchtlinge gingen auf die Straße.

Die Mitglieder des Landesrates beschlossen, sich der Demonstration der Asylbewerber solidarisch anzuschließen. Viele Dresdner Bürger und Politiker bekundeten mit der Teilnahme ihre Anteilnahme und Solidarität. Ein junger Mensch ist gestorben und das in einem ihm fremden Land, wo er Schutz und Hilfe suchte.

Inzwischen ist der Tatverdächtige ermittelt, aber es bleibt dringender Handlungsbedarf hinsichtlich der Aufklärung unserer Bevölkerung zu dem komplexen Thema Asyl und Migration sowie der aktiven Unterstützung der Asylbewerber durch unsere BürgerInnen.

Ich selbst besuchte am Mittwoch, dem 28. Januar im sozio-kulturellen Zentrum auf dem Sonnenstein eine Gesprächsrunde mit einem syrischen Asylbewerber, der vor dem grausamen Krieg in seinem Land geflohen ist. Solche Zusammenkünfte wünsche ich mir überall in den Wohngebieten und Orten, wo die Hilfe suchenden Menschen eine vorübergehende Bleibe finden und ihr Leben in Frieden und Anerkennung genießen können.

Christine Anger

Kategorien: DIE LINKE. Region Pirna, DIE LINKE. Sächsische Schweiz-Osterzgebirge

Kommentare

Prof. Dr. Peter Porsch 19.02.2015, 10:16 Uhr
Gravatar: Prof. Dr. Peter Porsch

Was soll denn der Schwachsinn mit den MitgliederInnen? "Das Mitglied" ist grammatisch Neutrum und kann nicht gegendert werden. So etwas führt die ernst zu nehmenden Aktivitäten zum Gendern ad absurdum und richtet deshalb nur Schaden an.

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