13. März 2016 Claus-Dieter Hampel

Pirnaer Friedenspark soll seinem Namen wieder gerecht werden

Seit vielen Jahren wünschen sich die Pirnaerinnen und Pirnaer, dass der Friedenspark im Herzen unsere Stadt ein Anziehungspunkt für Groß und Klein wird, sowohl als Ort der Entspannung als auch des Erinnerns. In die Diskussion um die Umgestaltung wurde seit 2012 eine breite Öffentlichkeit einbezogen, nicht zuletzt auf Drängen der LINKEN und eines offenen Briefes einiger Prominenter unserer Stadt.

Inzwischen gab es auch schon Veränderungen im Park und neue Erkenntnisse zu dessen Geschichte. Das Ehrenmal für die im 2. Weltkrieg gefallenen sowjetischen Soldaten wurde auf den sowjetischen Ehrenfriedhof umgesetzt und durch Sondierungsgrabungen wurde festgestellt, „dass im Bereich Friedenspark keine Kriegstoten bestattet wurden. Die vorhandene Gedenktafel (Grabplatte) im Friedenspark hatte damit nur einen symbolischen Charakter“ (so heißt es in eine Informationsvorlage der Stadtverwaltung).

 

Das Landschaftsarchitektenbüro May begleitet als Planer im Auftrag der Stadt den Umgestaltungsprozess des Parks. Nachdem sich der Stadtrat im letzten Jahr für die Variante „Offener Parkraum mit städtischem Auftakt“ entschieden hatte, stellte nun Herr May im Stadtentwicklungsausschuss am 3. März 2016 die Entwurfsplanung vor.

Dazu beantragten die Vertreter unserer Fraktion:

1.      Bei der Umgestaltung des Friedensparks ist dem Thema „Frieden“ unbedingt Rechnung zu tragen, um auch in Zukunft diesem Namen gerecht zu werden. Das Thema „Frieden“ muss sich in die Gestaltung des Friedensparkes durch geeignete Maßnahmen bzw. Gestaltungselemente widerspiegeln und eine Erinnerung an die Kriegsopfer einbeziehen. Die vorhandene Grabplatte der Grabstelle ist dabei mit einzubeziehen.

2.      Der Inhalt der 3 vorgesehenen Tafeln, welche die Geschichte des Friedensparks darstellen soll, ist im zuständigen Ausschuss vor der Anfertigung zu bestätigen.

Die Entwurfsplanung sieht eine lange Friedensbank mit freier Sicht auf das Parkinnere vor und 3 feste Tafeln zur Historie des Parks. Die Gesamtbaukosten betragen knapp 800 TEUR und sind über 3 Jahre verteilt im Fördergebiet Friedenspark enthalten, der Eigenanteil der Stadt beläuft sich auf 160 TEUR, vorbehaltlich der Einstellung in den Haushaltsplan 2017/18.

Alle anwesenden Mitglieder des Stadtentwicklungsausschusses stimmten der Entwurfsplanung zu.

Kategorien: DIE LINKE. Region Pirna

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